{"id":3767,"date":"2024-12-09T17:31:03","date_gmt":"2024-12-09T17:31:03","guid":{"rendered":"https:\/\/alles-ueber-riffe.de\/?page_id=3767"},"modified":"2024-12-10T12:09:17","modified_gmt":"2024-12-10T12:09:17","slug":"alles-ueber-seeschlangen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/alles-ueber-riffe.de\/?page_id=3767","title":{"rendered":"Alles \u00fcber Seeschlangen"},"content":{"rendered":"\n<p>Seeschlangen (Hydrophiinae) geh\u00f6ren zu den giftigsten Schlangen. Schon 1\/3 des Giftes eines Bisses kann einen Menschen t\u00f6ten. Der Tod tritt in den meisten F\u00e4llen sp\u00e4testens nach 24 Stunden ein. Das Nervengift l\u00e4hmt erst die Muskeln der Arme und Beine und schreitet dann schnell fort. Am Ende erstickt man an der L\u00e4hmung der Atemmuskulatur. Das grausame daran: Man ist die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein. <\/p>\n\n\n\n<p>Was sich so schrecklich anh\u00f6rt, relativiert sich schnell, wenn man das Verhalten und die Anatomie der Schlangen betrachtet. Seeschlangen sind nicht aggressiv und sie fl\u00fcchten lieber, anstatt sich durch einen Biss zu verteidigen. Ihre Z\u00e4hne sind kleiner als die der landlebenden Arten und k\u00f6nnen die Haut von Menschen nicht \u00fcberall durchdringen. Einen Neoprenanzug schon gar nicht. Oft geben sie auch nur eine winzigen Bruchteil des Giftes ab, was die Chancen zu \u00fcberleben sehr erh\u00f6ht. Die meisten Bisse sind Unf\u00e4lle, z.B. wenn Fischer ihre Netze reinigen und sich eine Seeschlange darin befindet. Und zu guter letzt gibt es inzwischen f\u00fcr fast alle Arten ein Serum. Allerdings sollte man genau wissen, welche Schlangenart zugebissen hat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Seeschlangen sind die einzigen Reptilien, die zu 100% im Meer leben. Auch die Fortpflanzung findet dort statt. Lebend werden die Jungen in den Ozean geboren. Die einzige Ausnahme: Die Arten der Familie Laticauda. Diese legen wie die Meeresschildkr\u00f6ten ihre Eier an Land ab. Seeschlangen haben sich im Laufe der Evolution perfekt an den neuen Lebensraum angepasst. Der Schwanz flachte sich immer mehr ab, so dass er wie eine Art Paddel zum Schwimmen genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Salzdr\u00fcse unter der Zunge scheidet das durch das Meerwasser aufgenommene Salz wieder aus. Die Lunge der Seeschlangen ist sehr vergr\u00f6\u00dfert und erstreckt sich fast \u00fcber den ganzen K\u00f6rper. Bis zu zwei Stunden k\u00f6nnen die Reptilien unter Wasser bleiben. Seeschlangen sind J\u00e4ger, manche sind auf bestimmte Arten wie zB.Aale spezialisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommerziell wurden Seeschlangen auf den Philippinen zur Lederproduktion genutzt, was die Best\u00e4nde lokal sehr reduziert hat. In Japan gelten Seeschlangen als Delikatesse und Aphrodisiakum.<\/p>\n\n\n\n<p>Mur\u00e4nen, Seeschlangen und Schlangenaalen werden oft verwechselt. Als sichere Unterscheidungsmerkmale gelten: Seeschlangen haben keine Flossen. Mur\u00e4nen und Schlangenaale haben eine durchgehende R\u00fccken- Schwanz- und Bauchflosse. Schlangenaale besitzen auch Brustflossen, Mur\u00e4nen keine.<\/p>\n\n\n\n<p>Ca. 62 Arten wurden bisher identifiziert und alle leben im Indopazifik vorwiegend in K\u00fcstenn\u00e4he. Nur das Rote Meer meiden sie vermutlich wegen des hohen Salzgehaltes. Der Atlanik leben keine Seeschlangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seeschlangen (Hydrophiinae) geh\u00f6ren zu den giftigsten Schlangen. Schon 1\/3 des Giftes eines Bisses kann einen Menschen t\u00f6ten. Der Tod tritt in den meisten F\u00e4llen sp\u00e4testens nach 24 Stunden ein. Das Nervengift l\u00e4hmt erst die Muskeln der Arme und Beine und schreitet dann schnell fort. Am Ende erstickt man an der L\u00e4hmung der Atemmuskulatur. 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