{"id":3755,"date":"2024-12-09T17:29:16","date_gmt":"2024-12-09T17:29:16","guid":{"rendered":"https:\/\/alles-ueber-riffe.de\/?page_id=3755"},"modified":"2024-12-09T17:55:56","modified_gmt":"2024-12-09T17:55:56","slug":"alles-ueber-wale","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/alles-ueber-riffe.de\/?page_id=3755","title":{"rendered":"Alles \u00fcber Wale"},"content":{"rendered":"\n<p>Wale und Delfine, sehen aus wie Fische, sind aber S\u00e4ugetiere. Es mag \u00fcberraschen, aber die n\u00e4chsten lebenden Verwandten sind die Flusspferde. Wale und Delfine entwickelten sich aus landlebenden S\u00e4ugetieren, die vor ca. 95 Millionen Jahren wieder ihren Lebensraum im Meer suchten. Einer der fr\u00fchen und ca. 50 Millionen Jahre alten Wale ist der Ambulocetus, wegen seiner vorhandenen Beine auch der \u201elaufende Wal\u201c genannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Lange Zeit schien&nbsp;es&nbsp;unvorstellbar, dass Wale und Delfine keine Fische sind. In seinem ber\u00fchmten Roman \u201eMoby Dick\u201c&nbsp;schreibt Melville \u00fcber dieses Thema und ergreift die Partei der Fischbef\u00fcrworter. Er begr\u00fcndet dies mit seiner langj\u00e4hrigen Praxis und&nbsp;seinen<em>&nbsp;<\/em>Beobachtungen als Walf\u00e4nger. Ein weiteres seiner Argumente: Der gesunde Menschenverstand. Doch wie man auch aus anderen Zusammenh\u00e4ngen wei\u00df, kann der sich betr\u00e4chtlich irren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im 18. und 19. Jahrhundert war Wal\u00f6l das Erd\u00f6l des beginnenden Industriezeitalters. Wal\u00f6llampen brachten Licht in die H\u00e4user der Menschen. Wal\u00f6l schmierte die Maschinen der Fabriken. Die Barten der Bartenwale wurden als Korsettstangen verarbeitet, das Fleisch als Steak verkauft. So gut wie alles wurde verwertet: Wale als lebende Rohstoffquellen. Der Walfang wurde industrialisiert und war f\u00fcr viele Nationen bis Mitte des 20.Jahrhunderts ein bedeutender Wirtschaftszweig. Doch dann brachen die Best\u00e4nde zusammen. Seit 1986 gilt international ein generelles Walfangverbot zu kommerziellen Zwecken, an das sich die meisten Staaten halten. Einige indigene V\u00f6lker z.B. in Gr\u00f6nland erhielten Ausnahmegenehmigungen, um<em>&nbsp;i<\/em>hre Traditionen&nbsp;wahren zu k\u00f6nnen. Norwegen und Japan sind gegen das Verbot und Japan t\u00f6tet jedes Jahr Wale zu angeblich \u201ewissenschaftlichen Zwecken\u201c. Tats\u00e4chlich landet das Fleisch auf den Tellern der Restaurants.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank der Schutzma\u00dfnahmen haben sich die Best\u00e4nde inzwischen etwas erholt. Doch noch immer sind fast alle gro\u00dfen Wale vom Aussterben bedroht. Ein Grund ist auch die geringe Reproduktionsrate: Die Geschlechtsreife erfolgt bei vielen Arten sp\u00e4t. Gew\u00f6hnlich bringen Wale nach einer Tragezeit von neun bis sechzehn Monaten ein einziges Junges zur Welt. Der junge Wal wird mehrere Monate bis zu einem Jahr ges\u00e4ugt, so dass eine enge Bindung zwischen Mutter und Nachwuchs entsteht. Dabei wird das Junge nicht wirklich ges\u00e4ugt, denn anatomisch ist das unm\u00f6glich. Babywale besitzen keine Lippen. Die Mutter spritzt dem Kleinen<em>&nbsp;<\/em>die Milch direkt ins Maul. Werden Zwillinge geboren, muss eines grausam verhungern. Die Milch reicht nur f\u00fcr ein Junges. Junge Wale und Delfine bleiben lange bei der Mutter. Wale und Delfine leben in komplexen, aber auch flexiblen sozialen Verb\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wale und Delfine sind perfekte Apnoetaucher. Ihre Lunge und das Sauerstoff speichernde K\u00f6rpergewebe ist perfekt f\u00fcr das Leben unter Wasser angepasst. Je nach Art reicht ein einziger Atemzug, um von 15 bis 90 Minuten zu tauchen. Aber an die Wasseroberfl\u00e4che m\u00fcssen sie immer, sonst w\u00fcrden sie ertrinken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die weitaus meisten Wale und Delfine leben in kalten Gew\u00e4ssern und sind somit nicht Teil dieses Bestimmungsf\u00fchrers. Zu den Walen, die im tropischen Indopazifik vorkommen k\u00f6nnen, z\u00e4hlen der Buckelwal, der Pottwal, der Japanische Schnabelwal, der Brydewal, der Zwerggrindelwal (Feresa alternata), der Kurzflossen Grindelwal (Globicephala macrohynches) und der Kleine Killerwal. Doch au\u00dfer dem Buckelwal leben alle pelagisch und es besteht wenig Hoffnung&nbsp;eine<em>&nbsp;<\/em>dieser Arten zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle Wale und Delfine gilt: Unser Wissen \u00fcber diese intelligenten Tiere ist noch immer sehr l\u00fcckenhaft. Gerade bei den pelagischen Arten beschr\u00e4nkt sich unser Wissen nur auf die Auswertung toter Exemplare.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ordnung der Wale (Cetacea), zu denen auch die Delfine geh\u00f6ren, stellen mit dem 33\u00a0Meter<em>\u00a0<\/em>langen und bis 200 Tonnen wiegenden Blauwal das gr\u00f6\u00dfte und schwerste lebende Wirbeltier. Auch mit den Dinosauriern kann der Blauwal gut mithalten. Als bisher gr\u00f6\u00dfter Dinosaurier gilt der 40 Meter lange Argentionosaurus, der m\u00f6glicherweise den Titel an den 2014 ebenfalls in Argentinien gefundenen noch namenlosen Dinosaurier abgeben muss.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Ca. 85 Walarten sind bisher beschrieben. Diese unterscheiden sich in die Unterordnungen Bart- und Zahnwale. Zu den Zahnwalen geh\u00f6ren die Delfine.<\/p>\n\n\n\n<p>Wale leben in allen kalten, gem\u00e4\u00dfigten, subtropischen und tropischen Bereichen aller Ozeane.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wale und Delfine, sehen aus wie Fische, sind aber S\u00e4ugetiere. Es mag \u00fcberraschen, aber die n\u00e4chsten lebenden Verwandten sind die Flusspferde. Wale und Delfine entwickelten sich aus landlebenden S\u00e4ugetieren, die vor ca. 95 Millionen Jahren wieder ihren Lebensraum im Meer suchten. 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